Cafe Palestine Freiburg e.V. ist ein politisch- kulturelles Forum, das über die Situation im Nahen Osten berichten, persönliche Schicksale vorstellen und namhafte Referenten zum Thema einladen möchte. Die kulturelle Vielfalt Palästinas soll durch kleine Konzerte, palästinensische Folklore, Literatur und Kunst gezeigt werden.

Montag, 30. Mai 2016

Am Donnerstag - Dr. h.c. Hans-Christof von Sponeck zu Gast bei Cafe Palestine Freiburg

Herzliche Einladung zu Cafe Palestine Freiburg am Donnerstag





Entwestlichung - Ein Beitrag für globale Entspannung?

Vortrag und Diskussion mit

Dr. h.c. Hans-Christof von Sponeck
Beigeordneter UN-Generalsekretär a.D.

Donnerstag, 2. Juni 2016, 19.30 Uhr,
   
Uni Freiburg, KG I, HS 1098, Platz der Universität 3, Eintritt 2,50 €


Entwestlichung - ein alter Prozess aber neuer Begriff in der geo-politischen Diskussion. Entwestlichung ist einerseits ein natürlicher Bestandteil der sich entwickelnden Weltvernetzung aber auch Ursache einer bewussten Politik.
Die Charta der Vereinten Nationen ist ein Manifest der Entwestlichung und Saatgut für die Globalisierung. Es wird untermauert durch ein Netzwerk von internationalem Recht.
Die Realität sieht anders aus! Warum? Was bedeutet dies für unser Zusammenleben? Wie erklärt sich dieser Prozess? Welche Hürden? Entwestlichung nicht ohne Turbulenzen - welche Beispiele? Wie beeinflussen sog. Mega-Bedrohungen wie Klimawandel, Terrorismus und Armut den Prozess der Entwestlichung?
Welche Voraussetzungen bestehen unter diesen Gegebenheiten für eine weltweite Entspannung?
Schlüsselworte für Fortschritt: Rechenschaftspflicht und Gerichtsbarkeit.


Hans-Christof von Sponeck gehörte zu den ersten Wehrdienstverweigerern der damals jungen Bundesrepublik Deutschland. Im Anschluss entschied er sich für eine Bewerbung bei den Vereinten Nationen. Seit 1968 verbrachte er über 30 Jahre im Dienste der UN und war in dieser Zeit neben den Zentralen in New York und Genf unter anderem als UN-Chef in Ghana, Pakistan und Botswana im Einsatz.
Seine letzte Station war der Irak. Von Sponeck legte im Jahre 2000 aus Protest gegen die Sanktionspolitik der USA nach 17 Monaten in Bagdad das Amt nieder. 500 000 verhungerte Kinder als „Preis“, um das Land wieder auf „West-Kurs“ zu bringen, widersprachen allem, was er in der Menschenrechtscharta als richtig erkannt hatte.
 
Hans-Christof von Sponeck ist offiziell im Ruhestand, aber in der Realität ist er so umtriebig wie nie zuvor. Er ist als Dozent am  Zentrum für Konfliktforschung an der Universität Marburg seit Jahren tätig. Zudem veröffentlicht er Artikel und Sachbücher.

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