Cafe Palestine Freiburg e.V. ist ein politisch- kulturelles Forum, das über die Situation im Nahen Osten berichten, persönliche Schicksale vorstellen und namhafte Referenten zum Thema einladen möchte. Die kulturelle Vielfalt Palästinas soll durch kleine Konzerte, palästinensische Folklore, Literatur und Kunst gezeigt werden.

Samstag, 22. April 2017

Unterstützung tausender palästinensischer Gefangener gefordert - Bitte unterzeichnen!



An die
Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland
11044 Berlin

Wir fordern Unterstützung für die Gefangenen.

Hungerstreik tausender palästinensischer Gefangener in israelischen Gefängnissen
Für einen humanitären rechtsstaatlichen Strafvollzug und demokratische Strafverfahren

Rund 7000 Palästinenser/-innen sind derzeit in israelischen Gefängnissen inhaftiert. Etwa 600 Gefangene davon in sogenannter Administrativhaft, eine Haft ohne Verfahrensgarantien bzw. Gerichtsverhandlung und für unbegrenzte Zeit. Zudem werden dort mehr als 380 Minderjährige und über 57 Frauen festgehalten. Eine beachtliche Anzahl der Gefangene besteht aus Beamten der palästinensischen Autonomiebehörde und 13 Abgeordneten.
Seit 1948 hat Israel über 800.000 Palästinenser/-innen aus politischen Gründen inhaftiert. Die andauernde Strafverfolgung aus politischen Gründen verhindert jede Chance auf Frieden.
Die Haftbedingungen sind menschenrechtswidrig und widersprechen jeglicher Rechtstaatlichkeit. Deshalb sind seit dem 17. April 2017 auf Initiative von Fatah-Gefangenen etwa 1800 palästinensische politische Gefangene in einen Hungerstreik getreten. Die Zahl der streikenden Gefangene erhöht sich täglich. Geführt vom Fatah-Leader Marwan Barghuthi (verurteilt zu fünf mal lebenslanger Freiheitsstrafe) wollen die Gefangene gegen diese Haftpolitik protestieren. Der Fatah-Bewegung schlossen sich mehrere palästinensische Gefangenengruppierungen und Persönlichkeiten an. Mitstreiker sind u.a. Abgeordnete des Palästinensischen Legislativrates und der Generalsekretär der Volksfront zur Befreiung Palästinas (verurteilt zu 30 Jahren Haft), der Finanzdirektor der palästinensischen nachrichtendienstlichen Behörde (verurteilt zu 20 Jahren Haft) und Karim Younis, der zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde und sich schon seit 35 Jahren in Haft befindet.
Den Forderungen der Gefangenen muss aus rein humanitären Gesichtspunkten Gehör geschenkt werden. Zu den Forderungen der Bewegung zählen etwa der Zugang zu Telefonen, Erlangung des Besuchsrechtes, das Recht auf ein Familienfoto, die Achtung der Bedürfnisse und Ansprüche von den Gefangenen Frauen, bessere medizinische Versorgung v.a. unabhängig von der finanziellen Situation des Gefangenen, das Recht auf Fortbildung und Studium, der Zugang zu Büchern und Zeitschriften, die Klimatisierung von einigen Gefängnissen v.a. Megiddo und Gilboa, die Beendigung der Administrativhaft und die Beendigung der Isolationshaft.
Weder die israelische Regierung noch die Gefängnisaufsicht sind zu Verhandlungen mit den Gefangenen bereit.
Einige Häftlinge, darunter auch Marwan Barghuthi selbst, sind in andere Gefängnisabteilungen verlegt worden. Kranke Gefangene dürfen nicht in zivile Kliniken gebracht werden. Die Forderungen der Häftlinge wurden vom Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, als unangemessen bezeichnet.
Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, sich für Verhandlungen einzusetzen und die Forderungen der palästinensischen Gefangenen zu unterstützen. Wir erklären unsere Solidarität mit der palästinensischen Gefangenenbewegung. Die palästinensischen Gefangenen haben ein Recht auf eine rechtstaatlichen Grundsätzen entsprechenden Behandlung!
Für die Beendigung der israelischen Besatzung in Palästina und gegen jede Art von politischer Haft oder Verfolgung. Der Hungerstreik und der gewaltfreie Widerstand gegen die völkerrechtswidrige Besatzung darf nicht kriminalisiert werden.

Aufrufende Organisationen:
Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V., AK Nahost Bremen, Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD)
ViSdP: Dr. Detlef Griesche (griesche@ipmi.de)

Cafe Palestine Freiburg e.V. 

Bitte Unterzeichnen auch Sie diese Petition
Vorname/Name:                       Adresse:                                              Unterschrift:
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Sonntag, 9. April 2017

Alte Liebe rostet nicht - Frühlingsfest von Cafe Palestine Freiburg

ALTE LIEBE ROSTET NICHT - REVITALISIERUNGSPARTY - CAFE PALESTINE BACK IN JOS FRITZ CAFÉ

FRÜHLINGSFEST  von Cafe Palestine Freiburg



Sonntag, 23.4.17 ab 16 Uhr im Jos Fritz Café


MIT

Dabka Ugarit - Interkulturelles Tanzprojekt mit syrischen Flüchtlingen, Studenten aus Palästina und Ägypten sowie Deutschen


Habibi Express - sorgt musikalisch für Stimmung  - mit Hadji Ahmed (Oud, Gesang), Victor Wagner (E-Gitarre, Gesang), Hannes Farrenkopf (E-Bass), Johannes Büttner (Synth., Trompete), Konrad Wiemann (Schlagzeug)

Köstlichkeiten aus Syrien, Libanon und Palästina - gekocht von einem Team aus Geflüchteten

Basar mit Waren aus Palästina

Wir freuen uns auf Sie!
Das Cafe Palestine Freiburg Team


Montag, 13. März 2017

Nicht vergessen - am Donnerstag - Der Nahe Osten brennt - Zwischen syrischem Bürgerkrieg und Weltkrieg - mit Fritz Edlinger aus Wien

Donnerstag, 16. März 2017


Der Nahe Osten brennt – Zwischen syrischem Bürgerkrieg und Weltkrieg

Fritz Edlinger, Wien

16.3.17, 19.30 Uhr, Universität KG I, HS 1098,
Eintritt 2,50€

Bereits 1916, als die Staatsgrenzen Syriens und seiner Nachbarstaaten gezogen wurden, war die Region ein Spielball der Großmächte. Hundert Jahre später liegt das Land in Trümmern.
Kaum ein Ereignis der vergangenen Jahre hat die Welt und auch Europa mehr erschüttert als der Krieg im Nahen Osten.

Weder die Anschläge in europäischen Metropolen wie Paris oder Brüssel, noch die Flüchtlinge, die seit September 2015 in großen Mengen nach Europa strömen, können ohne ihn erklärt werden.
Heute tummelt sich eine schier unüberblickbare Anzahl an Gewaltakteuren im Nahen Osten. Von den offiziellen Armeen Syriens und Iraks angefangen über multiple islamistische Gruppen sunnitischer und schiitischer Provenienz, verschiedene, einander teilweise bekämpfende kurdische Einheiten und natürlich die ausländischen Interventen: USA, Frankreich, Großbritannien, eine Reihe weiterer NATO-Staaten wie die BRD mit logistischer Hilfe, die Türkei, Saudi-Arabien, Katar und nicht zuletzt Russland.

Dieser Krieg macht nicht an den Grenzen Syriens oder des Irak Halt. Die zweifellos vorhandenen inneren Ursachen sind von außen dynamisiert worden; so ist aus Unzufriedenheit auf regionaler Ebene ein Flächenbrand entstanden, der zum Weltenbrand zu werden droht.

Fritz Edlinger studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften an der Universität Wien. Von 1971-1973 war er Bildungssekretär der Sozialistischen Jugend Österreich und anschließend bis 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wiener Institut für Entwicklungsfragen. Er arbeitete später  als Pressereferent des Bundesministers für Bauten und Technik, als Verleger und selbständiger PR-Berater. Seit 1996 ist er Generalsekretär der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen (GÖAB) und seit 1979 Herausgeber der Zeit-schrift INTERNATIONAL (Zeitschrift für internationale Politik).