Cafe Palestine Freiburg e.V. ist ein politisch- kulturelles Forum, das über die Situation im Nahen Osten berichten, persönliche Schicksale vorstellen und namhafte Referenten zum Thema einladen möchte. Die kulturelle Vielfalt Palästinas soll durch kleine Konzerte, palästinensische Folklore, Literatur und Kunst gezeigt werden.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Cafe Palestine Freiburg im November - Professor Rolf Verleger und Dr. Kamel Mohanna


Herzliche Einladung von Cafe Palestine Freiburg zu den November-Veranstaltungen


Ist der Einsatz für Menschenrechte in Palästina antisemitisch?

Vortrag und Diskussion mit
Professor Rolf Verleger

Donnerstag, 10. November 2016, 19.30 Uhr
Universität Freiburg, KG 3, HS 3044 (Eintritt 2,50€)


Die Konstanz/Jenaer Studie hat von 2008 bis 2012 das wechselseitige Verhältnis von Israelkritik, Umgang mit der deutschen Geschichte und Erscheinungsformen des Antisemitismus in Deutschland ausgelotet. 

Antisemit ist nicht, wer Israels Politik kritisiert, sagt Rolf Verleger: Den Groll gegen die Juden befördert, wer jede Kritik unterbindet. Für ihn ist das Judentum sehr viel mehr als die Unterstützung Israels. Das Judentum sollte und wollte das Leuchtfeuer der Moral unter den Völkern sein.

Wenn man sieht, was Israel macht, ist man im Dilemma: Findet man das in Ordnung? Soll man den Staat der Juden unter allen Umständen unterstützen – oder soll man die moralische Botschaft des Judentums unterstützen? Was davon ist antisemitisch? 

Rolf Verleger (Prof. Dr.) ist Psychologe an der Universität Lübeck. Während seiner Mitgliedschaft im Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland 2005-2009, als Delegierter Schleswig-Holsteins, setzte er sich von der unkritischen Unterstützung Israels durch die deutsche jüdische Gemeinschaft ab. Er schrieb unter anderem das Buch “Israels Irrweg. Eine Jüdische Sicht“ und ist Mitgründer des "Bündnis für die Beendigung der israelischen Besatzung" (www.bib-jetzt.de).





Hilfe für den Libanon – Wie kann die Flüchtlingsfrage gelöst werden?

Vortrag und Diskussion mit
DR. KAMEL MOHANNA, Amel Association

Montag, 14. November 2016, 19.30 Uhr
Friedenskirche, Hirzbergstr. 1, Freiburg

In englischer Sprache mit deutscher Übersetzung –  Kunstwerke von Flüchtlingen sowie Snacks werden angeboten – Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Im Libanon stellt die Versorgung von 1,5 Millionen Flüchtlingen aus Syrien eine extreme Herausforderung dar. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Nothilfeprogramme drastisch unterfinanziert sind. Hinzu kommt, dass die Geberstaaten ihre Zusagen oft nicht einhalten.

Viele Beispiele belegen den gravierenden Mangel an Solidarität der internationalen Gemeinschaft mit den notleidenden Menschen und den Aufnahmeländern.
Und was tut Europa? Es schließt seine Grenzen.

Ist es hinnehmbar, dass ein kleines Land wie der Libanon mit vier Millionen Einwohnern über 1,5 Millionen syrischen Flüchtlingen Schutz gewährt - zusätzlich zu 450.000 palästinensischen Flüchtlingen, die seit Jahrzehnten in 12 Lagern untergebracht sind?

Amel ist eine nicht-konfessionelle libanesische NGO, 1979 nach der ersten israelischen Invasion des Libanon gegründet. Amel arbeitet in über 24 Zentren in den am meisten benachteiligten Gebieten des Libanon.

Dr. Kamel Mohanna ist Arzt, Gründer und Präsident des libanesischen medico-Partners Amel Association, die 2016 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen war. 

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